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Inflation, Fed und Irrtümer

19. Juli, 2007 ·

Kapitalmarktexperten.com schreibt über die Inflation - die Kerninflation als Grundlage für die Geldpolitik der Fed sei nicht länger geeignet, da sich die Komponenten Nahrungsmittel und Energie (die hier aus der Gesamtinflation herausgerechnet werden) nicht einfach volatil verhalten, sie steigen vielmehr kontinuierlich, was nicht mehr leichterhand zu ignorieren sei:

Welche Aussagekraft hat nun noch eine Inflationskennzahl, die DEN WESENTLICHEN Preissteigerungsfaktor unserer Zeit außen vor lässt und die Institution FED ihre Entscheidungen sozusagen ex-Energie und ex-Nahrungsmittelpreise trifft? Basieren somit die bisherigen und zukünftigen Zinsentscheidungen auf einer völlig falschen Wahrnehmung der Gegenwart? Gaukelt sich die FED vor, die Inflation im Griff zu haben, obwohl die tatsächlichen, praxisrelevanten, Inflationsdaten überproportional steigen?

Was schließen wir daraus? Sollte die FED irgendwann anfangen, die tatsächliche Inflation anstelle der Kerninflation als wesentlichen Gradmesser zu betrachten, sind weitere Zinserhöhungen unausweichlich!

Mann darf jedoch einen Blick auf die Inflationszahlen vorschlagen: es ist wahr - in den letzten Jahren sind die Bedenken berechtigt. Die Frage ist trotzdem, inwieweit man sich auf die Entwicklungen der letzten Jahre (sehr starker Anstieg der Rohstoffpreise inmitten einer stark wachsenden Weltwirtschaft) verlassen kann? Ich weiß nicht, ob wir eine so fundamental andere Lage seit 2003 haben. Vorher ist die gewohnte Beziehung von einer stärker um die Kerninflation schwankender Gesamtinflation einigermaßen gut erkennbar: vgl. langfristiger Inflationschart (CPI und PPI mit Kernraten, USA). Ansonsten hier steht auch was zum Thema.

In Bezug auf Inflationsmessung gibt es auch noch die Debatte über die hedonische Berechnung, die ich für die Interessierten auch noch vorstellen möchte.

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