Eine (kleine oder große?) Revolution im Eisenerzhandel: Statt Jahresverträge setzten die großen Eisenerzproduzenten Vale (Brasilien, weltgrößter Produzent) und BHP Billiton (UK/Australien) dreimonatige Verträge mit ihren Abnehmern aus der Metallindustrie durch. Dies verschafft ihnen mehr Flexibilität und die Aussicht auf höhere Preise (zumindest aus jetziger Sicht, da der Spottpreis deutlich über den Preisen der letzten Jahresverträge liegt). Die Metallindustrie hingegen, schätzt man, kann in Bedrängnis geraten, vor allem, weil sie ihrerseits eher langfristige Verträge mit ihren Kunden hat. Solche Flexibilisierung hat jedoch immer zwei Seiten, d.h. in Zeiten fallender Nachfrage werden die Rohstoffpreise für die Metallindustrie auch schneller fallen. Die deutsche Wirtschaftsvereinigung Stahl äußert sich sehr negativ zu den Neuerungen (FTD).
Lesestoff zum Thema “Kredithürde im März 2010 erneut gesunken”, wie vom ifo-Institut gemeldet (Valuation in Germany).
Bald Ausbruch der Zinsen am langen Ende (nach oben)? — “While the Fed keeps a lid on short-term interest rates, the bond market seems to have a different plan for the far side of the yield curve” (Barron’s).
Ähnliche Worte von Bill Gross (seine predictions sind immer mit etwas Vorsicht zu genießen, würde ich meinerseits ergänzen): Aber er meint, dass der langjährige Bullmarket für Bonds sich dem Ende neigt, dafür dürften die Aktien in den nächsten 10 Jahren besser performen (Bloomberg).
Vor einem Jahr standen in den asiatischen Häfen leere Container soweit das Auge reicht, heute beklagt man Engpässe und zuviel Ware, die ausgeliefert werden muss und keine Schiffe findet (Bloomberg).
Barry Ritholtz kann man definitiv nicht für einen Permabull halten. Aber auch er stellt ein schlechtes Börsen- und Konjunktur-Sentiment in den USA fest, schlechter als gerechtfertigt (The Big Picture; vgl. Zitat des Tages von Ken Fisher).
Ich muss mich dafür eigentlich entschuldigen (weil recht unsinnig): April ist bisher der beste Monat für Aktien gewesen (Bespoke).
Ich lese gerade einen Artikel von Ken Fisher, in dem er seinen mehrmals und an verschiedenen Stellen geäußerten Optimismus für die Weltkonjunktur und die Aktienbörsen noch einmal bekräftigt. Unter den ...
Das ist mittlerweile der Tenor und die Erwartung der Märkte (wie ich im letzten Beitrag erwähnt habe):
"Wir stehen kurz vor einer Eskalationsstufe, und es gibt nur noch einen Rettungsanker - ...
Ein sehr lesenswerter Artikel von Fabian Lindner bei Herdentrieb/ZEIT: Europa 2011 = Europa 1931.
Thomas Fricke argumentiert in die gleiche Richtung: Frau Merkel beendet den Aufschwung (FTD).
Und nochmal aus der Feder ...
Wieder mal ein Post ... war auch Zeit ...
An der Börse, sagt man uns häufig, ist eine Rezession bereits eingepreist. Allerdings glaube ich nicht, dass es im Falle einer tatsächlichen ...
Das, was wir an den Börsen gesehen haben, ist schon ein ausgewachsener Aktiencrash, keine Frage. Ob die Märkte jetzt wieder überreagieren und die Kurse eigentlich wieder billig geworden sind, mag ...
Angela Merkel, Germany’s chancellor, insisted there should be no joint EU guarantee: each country would have to take care of its own institutions. That was the root cause of today’s ...
Gottfried Heller beobachtet seit Jahren eine skurrile Zweiteilung der deutschen Anleger: Die einen investieren (ängstlich) ausschließlich in Zinspapiere, die anderen verfallen ins gegensätzliche Extremum und jagen nach schnellen Erfolgen mit ...
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