Schon klar, es besteht eine offensichtliche Parallele: Die Länder mit entwickelten Wirtschaften und hohem Lebensstandard haben auch komplexe Finanzmärkte (oder wie die Amerikaner sagen würden: sophisticated). Und man kann durchaus behaupten, dass die Entwicklung von komplexeren Finanzinstrumenten und Operationen einen wichtigen positiven Beitrag für den Fortschritt dieser Wirtschaften gehabt hat (und hat). Soweit kann man der Argumentation pro Finanzinnovation folgen.
Aber wie im Blog Baseline Scenariorichtigerweise hingewiesen wird, ist mehr nicht immer besser. Auch wenn die Finanzinnovation prinzipiell Wirtschaftsleistung und Wohlstand begünstigt, heißt es nicht, immer mehr davon wird auch immer einen positiven Effekt haben. So wie mit dem Essen, beispielsweise … Immer und immer mehr davon macht uns irgendwann fett und krank. Man kann es so sehen.
Mit den Unsitten der Banker, die viele nach den Erfahrungen der Krise zu Recht verurteilen, werden allzu häufig auch wertvolle Fortschritte auf den Finanzmärkten als Teufelszeug gebrandmarkt. Wenn die Lehre aus der Finanzkrise jedoch die Ab-kehr von global verbundenen Finanzmärkten und wichtigen Finanzinnovationen der letzten 45 Jahre sein sollte, stürzten wir die Welt in ein viel größeres Desaster. Eine Rückkehr in die Bankenwelt der 60er- Jahre würfe uns auch auf das damalige Wohlstandsniveau zurück. Insofern ist die Rückkehr alter Unsitten zwar ein erhebliches Risiko, die viel größere Gefahr wäre jedoch der Rückfall in die Steinzeit des Bankwesens.
"Das Besondere am Wirtschaftskuchen ist ja, dass er nicht kleiner, sondern größer wird, je mehr davon gegessen wird. Skeptiker vergleichen bitte die Entwicklung der Löhne und des Wirtschaftswachstums seit Beginn ...
Die amerikanischen Einzelhändler Wal Mart und Home Depot enttäuschen ... oder so in der Art. Beide haben eigentlich Gewinnwachstum gemeldet und ebenso die Analystenerwartungen übertroffen. Warum dann die Beunruhigung? Einer ...
"Nach der europäischen Schuldenkrise ist Chinas Superbubble deshalb ein heißer Kandidat für den Auftakt zur nächsten Phase der weltweiten Finanzkrise".
Wolfgang Münchau versucht einfach das Gesetz der Schwerkraft auf China ...
China, das heute noch als neuer Motor der Weltwirtschaft bejubelt wird, kann sich bald in eine große Gefahr verwandeln. Denn die chinesische Konjunktur ist vermutlich nun wirklich überhitzt ... Vor ...
Die Resultate aus den Stress-Tests der europäischen Banken sollen am Freitag bekannt werden. Das Alte Kontinent unternimmt eine solche Maßnahme mehr als ein Jahr nach den USA (im Übrigen waren ...
Zwei Lesetipps zur aktuellen Lage plus Ausblick ... und zwar solche, die uns optimistischer stimmen:
Fuduka Börsenmonitor Juli 2010
Die Wirtschaft hebt ab (Dieter Wermuth, Herdentrieb)
1 Kommentar bis jetzt ↓
Saviano // 21. Jul, 2009
Noch eine Replik vom Handelsblatt:
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