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Börsennotizbuch

Ein seriöses, aber lockeres Gespräch über die Börse
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Finanzinnovationen mögen ihr Gutes haben, aber mehr ist nicht immer besser.

21. Juli, 2009 · 1 Kommentar

Schon klar, es besteht eine offensichtliche Parallele: Die Länder mit entwickelten Wirtschaften und hohem Lebensstandard haben auch komplexe Finanzmärkte (oder wie die Amerikaner sagen würden: sophisticated). Und man kann durchaus behaupten, dass die Entwicklung von komplexeren Finanzinstrumenten und Operationen einen wichtigen positiven Beitrag für den Fortschritt dieser Wirtschaften gehabt hat (und hat). Soweit kann man der Argumentation pro Finanzinnovation folgen.

Aber wie im Blog Baseline Scenario richtigerweise hingewiesen wird, ist mehr nicht immer besser. Auch wenn die Finanzinnovation prinzipiell Wirtschaftsleistung und Wohlstand begünstigt, heißt es nicht, immer mehr davon wird auch immer einen positiven Effekt haben. So wie mit dem Essen, beispielsweise … Immer und immer mehr davon macht uns irgendwann fett und krank. Man kann es so sehen.

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1 Kommentar bis jetzt ↓

  • Saviano // 21. Jul, 2009

    Noch eine Replik vom Handelsblatt:

    Mit den Unsitten der Banker, die viele nach den Erfahrungen der Krise zu Recht verurteilen, werden allzu häufig auch wertvolle Fortschritte auf den Finanzmärkten als Teufelszeug gebrandmarkt. Wenn die Lehre aus der Finanzkrise jedoch die Ab-kehr von global verbundenen Finanzmärkten und wichtigen Finanzinnovationen der letzten 45 Jahre sein sollte, stürzten wir die Welt in ein viel größeres Desaster. Eine Rückkehr in die Bankenwelt der 60er- Jahre würfe uns auch auf das damalige Wohlstandsniveau zurück. Insofern ist die Rückkehr alter Unsitten zwar ein erhebliches Risiko, die viel größere Gefahr wäre jedoch der Rückfall in die Steinzeit des Bankwesens.

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