Nicht, dass die Meldung Gefahr läuft, unterzugehen, aber wollte ich noch gepostet habe:
Der US-Multimilliardär Warren Buffett steigt mit seiner Holding Berkshire Hathaway für rund fünf Milliarden Dollar bei Goldman Sachs ein, wie die Investmentbank am Vorabend bestätigte. Insgesamt verschafft sich Goldman Sachs eine Kapitalspritze von 7,5 Milliarden Dollar (5,1 Mrd Euro). Bereits im nachbörslichen US-Handel führte dies einem Börsianer zufolge vor allem bei Finanztiteln zu Kurserholungen.
Für mich hört sich das verdammt nach einer Neuauflage von Buffetts Amazon-Deal. Dann kaufen, wenn jeder die Hoffnung aufgegeben hat und dabei nur das geringste Risiko eingehen….
Das liest man bei The Big Picture (und ist den anderen Analysen ähnlich):
• Goldman Sachs pays an 10% annual dividend ($500 million) to Berkshire Hathaway on $5 Billion dollars of perpetual preferred. (Preferred gets paid out of net income in after tax dollars dollars).
• Goldman can call the preferred back at any time at a 10% premium.
• Buffett gets $5 billion in warrants with a strike of $115, or about 43.47 million shares. The warrants are good for 5 years.
• A purchase on the Street of these 44 million calls with a $115 strike price would have cost him about $1.5 billion dollars. With GS now trading at $135, Buffett’s $5 billion investment is more like $3.5B, in terms of net cost to him. Hence, the 10% interest is more like 14%.
• Doug Kass: Black Scholes produces a $2.8 billion dollars valuation for the warrants, making the effective yield on $2.2B over 20% on the preferred purchase.
Eine süße Verzinsung — das ist klar.
Zweitens, wie bereits mehrmals in der Blogosphäre geschrieben, zeugt diese Verzinsung nicht unbedingt von einem “signalhaften” Vertrauen seitens des viel beachteten und geachteten Investors. Ein Zins in dieser Höhe (ob nun 14%, 17% oder gar 20%) ist nun mal etwas verdächtig für eine solche Adresse an der Wall Street…
Anyway… Vergessen wir aber nicht, dass sich Einiges hier auch um Optionen dreht!? Was passiert, wenn die Bank nicht recht auf die Beine kommt? Ein Blick auf den Chart führt jedem schnell vor Augen, wie rapide und hartnäckig der Kurs auch fallen kann — Goldman Sachs notierte vor gut einem Jahr noch bei ca. 250 USD. Die Optionen können theoretisch noch verfallen. Dies wird die Verzinsung dann etwas normaler aussehen lassen. In diesem Sinne, gibt Buffett irgendwie schon ein kleines Statement ab (aber unter seiner — wahrscheinlichst — schlauen Evaluierung von Risiko/Ertrag-Geschichtspunkten). Ach ja, und natürlich, dass die Sachs die Zinsen noch zahlen können wird…
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Mark Hulbert erinnert sich an die großen Börsenwenden im März 2000 und 2009, MarketWatch
Ich finde es geistreich... Wie könnte man ...
"Die Kurzsichtigkeit der Banken hat die Krise mitverursacht, wir dürfen nicht zulassen, dass die Kurzsichtigkeit der Regierung - angestiftet von den Banken - sie nun verlängert".
Joseph Stiglitz fordert einen "entspannten" ...
"Was würde eigentlich passieren, wenn Griechenland einfach sich selbst überlassen bliebe?" fragt sich Dieter Wermuth, und gibt zur Antwort: Griechenland wird's auch alleine schaffen (Herdentrieb).
Und ein Europäischer Währungsfonds kommt ...
3 Kommentare bis jetzt ↓
egghat // 24. Sep, 2008
Ich wusste es, hallo saviano
Junk Zinsen für eine Junk Firma.
http://egghat.blogspot.com/2008/09/zum-buffet-einstieg-bei-goldman-sachs.html
Stefan // 24. Sep, 2008
Für mich hört sich das verdammt nach einer Neuauflage von Buffetts Amazon-Deal. Dann kaufen, wenn jeder die Hoffnung aufgegeben hat und dabei nur das geringste Risiko eingehen….
Saviano // 24. Sep, 2008
Das liest man bei The Big Picture (und ist den anderen Analysen ähnlich):
Eine süße Verzinsung — das ist klar.
Zweitens, wie bereits mehrmals in der Blogosphäre geschrieben, zeugt diese Verzinsung nicht unbedingt von einem “signalhaften” Vertrauen seitens des viel beachteten und geachteten Investors. Ein Zins in dieser Höhe (ob nun 14%, 17% oder gar 20%) ist nun mal etwas verdächtig für eine solche Adresse an der Wall Street…
Anyway… Vergessen wir aber nicht, dass sich Einiges hier auch um Optionen dreht!? Was passiert, wenn die Bank nicht recht auf die Beine kommt? Ein Blick auf den Chart führt jedem schnell vor Augen, wie rapide und hartnäckig der Kurs auch fallen kann — Goldman Sachs notierte vor gut einem Jahr noch bei ca. 250 USD. Die Optionen können theoretisch noch verfallen. Dies wird die Verzinsung dann etwas normaler aussehen lassen. In diesem Sinne, gibt Buffett irgendwie schon ein kleines Statement ab (aber unter seiner — wahrscheinlichst — schlauen Evaluierung von Risiko/Ertrag-Geschichtspunkten). Ach ja, und natürlich, dass die Sachs die Zinsen noch zahlen können wird…
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