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	<title>Kommentare zu: Dieter Wermuth zur Globalisierung und der Bankenkrise</title>
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	<description>Ein seriÃ¶ses, aber lockeres GesprÃ¤ch Ã¼ber die BÃ¶rse</description>
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		<title>Von: Saviano</title>
		<link>http://www.boersennotizbuch.de/dieter-wermuth-zur-globalisierung-und-der-bankenkrise.php/comment-page-1#comment-36147</link>
		<dc:creator>Saviano</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 10:24:25 +0000</pubDate>
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		<description>Im Prinzip eine Gegendarstellung auf den Nachdenkseiten.de heute: &lt;a href=&quot;http://www.nachdenkseiten.de/?p=3095&quot;&gt;Paul Krugman: Feiern als wÃ¤re es 1929&lt;/a&gt; (Ãœbersetzung aus dem Englischen, NYTimes 21.03.2008).

Darunter: 

&lt;blockquote&gt;Entgegen weit verbreitetem Glauben war der Crash des Aktienmarktes 1929 n i c h t der entscheidende Moment der Weltwirtschaftskrise. Was eine gewÃ¶hnliche Rezession in eine zivilisationsbedrohende Wirtschaftskrise verwandelte, war eine Welle von Bankenfluchten 1930 und 1931.

Die Bankenkrise der 1930er zeigte, dass deregulierte, unÃ¼berwachte FinanzmÃ¤rkte allzu leicht katastrophale AusfÃ¤lle hinnehmen mÃ¼ssen. Als die Jahrzehnte vergingen, wurde die Lektion, wie auch immer, vergessen â€“ und nun mÃ¼ssen wir sie neuerlich lernen, auf die harte Tour. Um das Problem zu verstehen, muss man wissen, was Banken tun. &lt;/blockquote&gt;

Moment mal! Mag schon stimmen, dass nicht &lt;i&gt;alleine&lt;/i&gt; das Platzen der BÃ¶rsenblase die Depression in 1929 ausgelÃ¶st hatte, mag schon stimmen, dass die MÃ¤rkte damals viel deregulierter, unÃ¼berwachter und folglich anfÃ¤lliger waren, aber einer der HauptgrÃ¼nde fÃ¼r die lange und schwere Krise (Depression, Deflation) war die feste Bindung des Dollars am Gold -- das verschÃ¤rfte erst recht die IlliquiditÃ¤t und machte die Bankenflucht unkontrollierbar...

Entsprechend wurde die Depression erst mit dem &lt;a href=&quot;http://www.boersennotizbuch.de/75-jahre-seit-dem-new-deal.php&quot;&gt;New Deal von Roosevelt&lt;/a&gt; beendet, wobei ein substanzieller und entscheidender Teil eben die (teilweise) Aufhebung des Goldstandards war. So konnte auf einmal die Bankflucht gestoppt , die LiquiditÃ¤t wiederhergestellt und das massive New-Deal-Konjunkturprogramm gestartet werden.

Freilich, die kaum regulierten FinanzmÃ¤rkte waren nicht gerade unschuldig... Die GrÃ¼ndung der &lt;i&gt;United States Securities and Exchange Commission (SEC)&lt;/i&gt; kam nicht von ungefÃ¤hr. Man kann jetzt anfÃ¼hren, dass die MÃ¤rkte heute, trotz besserer Regulierung, doch &quot;unÃ¼berwachte Wege&quot; gefunden haben, um ihren Schaden anzurichten. Aber wenigstens die FÃ¤higkeit der Fed (und praktisch aller Notenbanken der Welt), unendliche LiquiditÃ¤t zur VerfÃ¼gung zu stellen, ist ein bedeutender Unterschied zu 1929. Solche Bankflucht (bank run) wird es diesmal nicht geben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Prinzip eine Gegendarstellung auf den Nachdenkseiten.de heute: <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=3095">Paul Krugman: Feiern als wÃ¤re es 1929</a> (Ãœbersetzung aus dem Englischen, NYTimes 21.03.2008).</p>
<p>Darunter: </p>
<blockquote><p>Entgegen weit verbreitetem Glauben war der Crash des Aktienmarktes 1929 n i c h t der entscheidende Moment der Weltwirtschaftskrise. Was eine gewÃ¶hnliche Rezession in eine zivilisationsbedrohende Wirtschaftskrise verwandelte, war eine Welle von Bankenfluchten 1930 und 1931.</p>
<p>Die Bankenkrise der 1930er zeigte, dass deregulierte, unÃ¼berwachte FinanzmÃ¤rkte allzu leicht katastrophale AusfÃ¤lle hinnehmen mÃ¼ssen. Als die Jahrzehnte vergingen, wurde die Lektion, wie auch immer, vergessen â€“ und nun mÃ¼ssen wir sie neuerlich lernen, auf die harte Tour. Um das Problem zu verstehen, muss man wissen, was Banken tun. </p></blockquote>
<p>Moment mal! Mag schon stimmen, dass nicht <i>alleine</i> das Platzen der BÃ¶rsenblase die Depression in 1929 ausgelÃ¶st hatte, mag schon stimmen, dass die MÃ¤rkte damals viel deregulierter, unÃ¼berwachter und folglich anfÃ¤lliger waren, aber einer der HauptgrÃ¼nde fÃ¼r die lange und schwere Krise (Depression, Deflation) war die feste Bindung des Dollars am Gold &#8212; das verschÃ¤rfte erst recht die IlliquiditÃ¤t und machte die Bankenflucht unkontrollierbar&#8230;</p>
<p>Entsprechend wurde die Depression erst mit dem <a href="http://www.boersennotizbuch.de/75-jahre-seit-dem-new-deal.php">New Deal von Roosevelt</a> beendet, wobei ein substanzieller und entscheidender Teil eben die (teilweise) Aufhebung des Goldstandards war. So konnte auf einmal die Bankflucht gestoppt , die LiquiditÃ¤t wiederhergestellt und das massive New-Deal-Konjunkturprogramm gestartet werden.</p>
<p>Freilich, die kaum regulierten FinanzmÃ¤rkte waren nicht gerade unschuldig&#8230; Die GrÃ¼ndung der <i>United States Securities and Exchange Commission (SEC)</i> kam nicht von ungefÃ¤hr. Man kann jetzt anfÃ¼hren, dass die MÃ¤rkte heute, trotz besserer Regulierung, doch &#8220;unÃ¼berwachte Wege&#8221; gefunden haben, um ihren Schaden anzurichten. Aber wenigstens die FÃ¤higkeit der Fed (und praktisch aller Notenbanken der Welt), unendliche LiquiditÃ¤t zur VerfÃ¼gung zu stellen, ist ein bedeutender Unterschied zu 1929. Solche Bankflucht (bank run) wird es diesmal nicht geben.</p>
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